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Eigenleistung im FP&A planen: Personalkostenplanung mit Kapazitätsblick

Planen Sie die Kosten eigener Mitarbeiter direkt in der Finanzplanung – mit Personentagen, Tagessätzen und Kapazitätsüberwachung. Mitarbeiter-Import per CSV, Planung je Kostenstelle, Auslastungsanalyse in einer Lösung.

Eigenleistung im FP&A planen: Personalkostenplanung mit Kapazitätsblick

Ihre eigenen Mitarbeiter sind Ihre wichtigste Ressource – und ihre Kosten die zentralste Budgetposition. Doch während Sie Umsätze, Lieferantenkosten und Investitionen bis ins Detail planen, landen Personalkosten oft in einem statischen Jahresbudget oder einer lockeren Headcount-Prognose.

Mit der Eigenleistungs-Planung in QuantaPlan planen Sie Ihre internen Personalausgaben granular und ressourcengetrieben: Sie erfassen, wie viele Personentage – mit welchem Tagessatz – ein Mitarbeiter in welcher Kostenstelle und welchem Monat leistet. Das System berechnet daraus automatisch die Personalkosten und bucht sie in eine dedizierte Position Ihres Finanzplans. In einer separaten Auswertungs-Ansicht sehen Sie jederzeit, ob Ihre Kapazität ausreicht und wie Ihre Teams ausgelastet sind.


Eigenleistung in der Finanzplanung: Definition und Bedeutung

Eigenleistung ist die geldwerte Bewertung der Arbeitskraft Ihrer eigenen Mitarbeiter, direkt in der Finanzplanung – nicht als pauschales Jahresbudget, sondern als Planposition mit Monats- und Kostenstellen-Detailtiefe.

Sie beschreiben die Eigenleistung über drei Dimensionen:

  • Personentage: Wie viele Tage soll ein Mitarbeiter in einem bestimmten Monat und einer bestimmten Kostenstelle leisten?
  • Tagessatz: Welcher Tageswert gilt für diese Tätigkeit – über eine dem Mitarbeiter zugeordnete Tarifkategorie (z. B. „Senior Developer” = 650 EUR/Tag).
  • Kostenstelle: An welcher Organisationseinheit werden diese Kosten geplant?

Die Formel ist einfach: Kosten = Personentage × Tagessatz. Die berechneten Werte werden in eine dedizierte Eigenleistungs-Position im Finanzplan materialisiert (ein eigenes GuV-Konto, standardmäßig 4190, pro Organisation konfigurierbar). Von dort beeinflussen sie Ihre GuV, Ihre Business-Unit-Rollups und Ihre Szenarien wie jede andere Kontoreihe.

Wer profitiert?

  • CFOs und Geschäftsleitung sehen, wo Personalkosten wirklich entstehen – nicht nach Kopfzahl, sondern nach geplanter Leistung und Auslastung.
  • Controller und FP&A-Teams bauen transparente, nachvollziehbare Personalplanungen auf, ohne in Excel-Modellen zu ersticken.
  • Bereichsleiter planen ihre Teamauslastung realistisch – und erkennen sofort, wenn Mitarbeiter überbucht sind.
  • Alle Planer passen Personalressourcen monatlich an, ohne dass jede Änderung in einem parallelen Kalkulationsmodell nachgeführt werden muss.

Tarifkategorien und Mitarbeiter-Roster

Die Grundlage jeder Eigenleistungs-Planung sind zwei Stammdaten: die Tarifkategorien und das Mitarbeiter-Roster.

Tarifkategorien definieren

Tarifkategorien sind organisationsweite {Bezeichnung, Tagessatz}-Paare, die Sie in der Administration einmal anlegen – zum Beispiel nach Seniorität oder Funktion:

  • Senioritäts-basiert: Junior (350 EUR/Tag), Mid (450 EUR/Tag), Senior (650 EUR/Tag)
  • Funktions-basiert: Developer (500 EUR), Designer (400 EUR), Product Manager (550 EUR)

Eine Tarifkategorie gilt organisationsweit – nicht pro Planversion – und wird bei der Planung jedem Mitarbeiter einzeln zugeordnet. Passen Sie den Tagessatz einer Kategorie an, wird der Personalaufwand beim nächsten Speichern (Sync) neu bewertet. Eingefrorene Planversionen behalten ihre materialisierten Werte stabil, sodass Tarifänderungen alte, genehmigte Pläne nicht rückwirkend verändern. Eine noch verwendete Tarifkategorie lässt sich nicht löschen – deaktivieren Sie sie stattdessen.

Mitarbeiter-Roster – je Planversion, per CSV importierbar

Das Mitarbeiter-Roster ist planversionsabhängig: Jede Planversion hat ihr eigenes Roster, sodass dieselbe Person in unterschiedlichen Versionen unabhängig geführt wird.

Für größere Organisationen laden Sie das Roster per CSV hoch. Die erwarteten Spalten sind:

name,employee_number,active,annual_capacity_days
Anna Schmidt,E-001,true,220
  • name – Name des Mitarbeiters
  • employee_number – interne Personalnummer (optional)
  • active – ob der Mitarbeiter aktiv geplant wird
  • annual_capacity_days – individuelle Jahres-Sollkapazität in Tagen (optional; fällt sonst auf die org-weite Vorgabe zurück)

Die Tarifzuordnung geschieht nicht im CSV, sondern in der Planungsansicht – so bleibt das Roster von der Tarifpolitik getrennt.


Kostenstellen-basierte Personalplanung

Die Personalplanung lebt von der Kostenstellen-Dimension. Sie planen nicht abstrakt „50 Personentage”, sondern „18 Tage von Anna Schmidt in der R&D-Zentrale, 4 Tage in der Product-Unit Berlin”.

So funktioniert die Planung

Die Eigenleistungs-Planung öffnen Sie entweder über die Sidebar oder direkt aus einer FinPlan-Ansicht (der Kontext – Planversion, Szenario, Kostenstelle – wird dann übernommen). Sie arbeiten in einem editierbaren Raster:

  • Eine Zeile je Mitarbeiter und Kostenstelle: Ein Mitarbeiter, der in mehreren Kostenstellen plant, erscheint mehrfach – jeweils mit seiner Kostenstelle in einer eigenen Spalte.
  • Übergeordnete Kostenstellen: Wählen Sie eine übergeordnete Organisationseinheit, zeigt das Raster automatisch alle Mitarbeiter, die in den darunterliegenden Kostenstellen geplant sind (Eltern-Einheit inklusive ihrer Blätter).
  • Tarifkategorie je Zeile: Über ein Dropdown ordnen Sie jeder Zeile ihre Tarifkategorie zu. Sind einer Person mehrere Kategorien zugeordnet, zeigt die Zeile einen „Gemischt”-Zustand, bis Sie eine Kategorie festlegen.
  • Monats- oder Jahresansicht: In der Monatsansicht planen Sie Tag für Tag je Monat; in der Jahresansicht erscheint jedes Planjahr als eigene Spalte – ein Jahreswert wird beim Speichern auf die zwölf Monate verteilt (auf zwei Nachkommastellen gerundete Tage, der Rundungsrest landet im Dezember, sodass die Jahressumme exakt stimmt).
  • Live-Kostenvorschau (Monatsansicht): In der Monatsansicht werden je Zeile die geplanten Tage und die daraus berechneten Kosten (Personentage × Tagessatz) angezeigt, dazu eine Gesamt-Kostenzeile über alle Mitarbeiter. In der Jahresansicht zeigt das Raster die geplanten Tage je Jahr und eine Tage-Summe – ohne €-Kostenspalte.

Mitarbeiter hinzufügen und Mengen-Aktionen

Über „Mitarbeiter hinzufügen” öffnen Sie eine durchsuchbare Mehrfachauswahl aller noch nicht geplanten Mitarbeiter. Da ein Personentag immer auf eine konkrete Kostenstelle gebucht wird, ist das Hinzufügen nur möglich, wenn eine konkrete (unterste) Kostenstelle ausgewählt ist – bei einer übergeordneten Einheit weist ein Hinweis darauf hin.

Über Zeilen-Auswahlkästchen können Sie mehrere Zeilen gleichzeitig einer Tarifkategorie zuordnen oder aus dem Plan entfernen.

Automatische Buchung in den Finanzplan

Jede Änderung wird nach dem Speichern automatisch in die Eigenleistungs-Position (Konto 4190) materialisiert und steht in den FinPlan-Ansichten sowie in GuV, Szenarien und BU-Rollups zur Verfügung. Damit die Zeile in den Auswertungen sichtbar ist, richtet ein Administrator die entsprechende Report-Zeile einmalig ein.


Kapazitätsauslastung im Überblick

Eigenleistung ist nicht nur Kostenplanung – es ist auch Ressourcenplanung. Eine dedizierte, schreibgeschützte Auswertungs-Ansicht zeigt Ihnen, ob Ihre Teams über- oder unterausgelastet sind.

Die Auslastungs-Auswertung

Die Auswertung zeigt eine Zeile je Mitarbeiter, mit Spalten je nach gewählter Planversion:

  • Plan-Versionen: eine Spalte je Planjahr; das erste Planjahr lässt sich per Klick in seine zwölf Monate aufklappen.
  • Forecast-Versionen: eine Spalte je planbarem Monat (ab dem Forecast-Stichtag).

Jede Zelle zeigt die geplanten Personentage. Übersteigen die geplanten Tage die Kapazität der Periode, wird die Zelle rot markiert – so erkennen Sie punktgenau, welche Periode überbucht ist, auch wenn das Jahr insgesamt im Rahmen liegt.

Detailansicht per Klick

Ein Klick auf eine Zahl öffnet ein Detailpanel für diesen Mitarbeiter und diese Periode:

  • ein Auslastungsbalken (geplante Tage / Kapazität in Prozent, eingefärbt nach Über-/Unterauslastung),
  • die effektive Kapazität und ihre Quelle (individueller Mitarbeiterwert oder org-weite Vorgabe),
  • die Eurokosten und der Status (ausgelastet / überplant / unterplant),
  • eine Aufschlüsselung: bei einer Jahres-Zelle die Verteilung auf die Monate, bei einer Monats-Zelle die Aufteilung nach Kostenstelle und Tarifkategorie,
  • ein Link „Personentage planen”, der direkt in den Editor für diese Periode springt.

Kapazitätsmodell

Die effektive Jahreskapazität eines Mitarbeiters ist sein individueller Wert (annual_capacity_days) oder – falls nicht gesetzt – die org-weite Vorgabe (standardmäßig 220 Tage/Jahr, konfigurierbar). Die Monatskapazität ist stets ein Zwölftel der Jahreskapazität. Über 100 % gilt eine Periode als überbucht (auf Basis des exakten Verhältnisses, nicht der gerundeten Prozentanzeige).

Hinweis: Bereits im Editor werden Zellen rot markiert, sobald ein Mitarbeiter die Kapazität einer Periode überschreitet – org-weit über alle Kostenstellen gerechnet, mit Details (geplante Tage / Kapazität / %) im Tooltip. Die vollständige Auswertung mit Aufschlüsselung und Detailpanel finden Sie zusätzlich in der Auswertungs-Ansicht.


Eigenleistung im Controlling: Praxisbeispiel

Ein Softwareentwicklungsunternehmen mit zwei Fachteams (Core Product, Consulting) und einer zentralen Verwaltung plant seine internen Personalkosten für das nächste Geschäftsjahr.

Die Ausgangslage

  • 15 Mitarbeiter: 8 Developer (4 Senior, 4 Junior), 2 Product Manager, 2 Sales, 2 HR/Admin, 1 CEO
  • Tarifkategorien (org-weit angelegt): Senior Developer 650 EUR, Junior Developer 350 EUR, Product Manager 500 EUR, Sales 400 EUR, HR/Admin 300 EUR, CEO (interner Verrechnungssatz) 1000 EUR
  • Organisationsstruktur: Core Product, Consulting, Zentrale
  • Planungszyklus: monatsweise für 12 Monate

Die Planung in QuantaPlan

Schritt 1: Tarifkategorien und Roster anlegen Ein Administrator legt die Tarifkategorien an. Der CFO lädt das Mitarbeiter-Roster (Name, Personalnummer, aktiv, Jahreskapazität) per CSV in die Planversion.

Schritt 2: Monatliche Personalplanung Der Bereichsleiter Core Product öffnet die Eigenleistungs-Planung, wählt die Kostenstelle Core Product, fügt die Team-Mitglieder hinzu, ordnet jedem seine Tarifkategorie zu und trägt die Personentage je Monat ein – z. B. 20 Tage/Monat je Developer.

Schritt 3: Automatische Kostenberechnung QuantaPlan rechnet je Zeile sofort Personentage × Tagessatz und zeigt Zeilen- sowie Gesamtkosten. Nach dem Speichern erscheinen die Werte in der Eigenleistungs-Position (4190) der FinPlan-Ansichten; GuV, Szenarien und BU-Rollups aktualisieren sich automatisch.

Schritt 4: Kapazitätscheck in der Auswertung Der CFO öffnet die Auswertungs-Ansicht:

  • Core Product Devs: rund 85 % Auslastung (ca. 187 von 220 Tagen). Gesund.
  • Consulting Devs: rund 55 % Auslastung. Raum für externe Kundenaufträge.
  • CEO: bei 25 intern verrechneten Tagen/Monat = 300 Tage/Jahr überbucht (> 220). Die betreffenden Zellen werden rot. Der CFO reduziert die interne CEO-Verrechnung auf realistische 10 Tage/Monat.

Schritt 5: Validierung Die Auswertung zeigt alle Teams zwischen 50 – 100 % Auslastung, keine Überallokation mehr. Der Plan ist nachvollziehbar, automatisch berechnet, und Szenario-Änderungen wirken sofort durch.

Dynamische Anpassungen

Stellt das Unternehmen im Mai einen neuen Senior Developer ein (Start Juni), fügt der Bereichsleiter den Mitarbeiter zum Roster hinzu, ordnet ihn der Kostenstelle Core Product mit der Tarifkategorie „Senior Developer” zu und trägt ab Juni 20 Tage/Monat ein. QuantaPlan aktualisiert Kosten und Auslastung automatisch; GuV und Rollups passen sich an. Kein Excel, kein Neukalkulieren, kein Abstimmungs-Mail-Thread.


Planversions-Besonderheiten

Forecast-Planversionen

In Forecast-Planversionen können Sie Eigenleistung nur ab dem Forecast-Stichtag planen. Monate vor dem Stichtag sind Ist-Daten (ACT/IST) und für die Planung gesperrt – das verhindert, dass abgelaufene Perioden neu geplant werden.

Eingefrorene Planversionen

Eingefrorene Planversionen (z. B. ein genehmigtes Budget) sind schreibgeschützt – an einer eingefrorenen Version lässt sich die Eigenleistung nicht mehr ändern. Das schützt den genehmigten Budget-Stand vor Drift. Eingefrorene Stände selbst betrachten Sie über die separate Snapshot-Vergleichsansicht; im Planversions-Auswahlfeld des Editors und der Auslastungs-Auswertung stehen die aktiven Planversionen zur Auswahl.

Szenarien

Eigenleistung wird je Szenario geplant: Personentage in Szenario A zählen nicht in Szenario B. Nur schreibbare Szenarien lassen sich bearbeiten.


Fazit

Die Eigenleistungs-Planung schließt die Lücke zwischen Kopfzahl-Prognosen und echter Ressourcenplanung. Sie planen nicht mehr grob „20 Mitarbeiter in R&D”, sondern präzise „18 Personentage von Anna Schmidt in R&D im Mai – kostet 11.700 EUR bei 650 EUR/Tag”.

Das Ergebnis:

  • Transparente Personalkosten direkt in der Finanzplanung – als dedizierte, materialisierte Planposition
  • Automatisch berechnete GuV-Auswirkung – Änderungen rechnen und synchronisieren sich selbst
  • Kapazitätsplanung im Blick – eine eigene Auswertung mit farbiger Überbuchungs-Warnung und Detailaufschlüsselung
  • Planung je Kostenstelle – bis in übergeordnete Organisationseinheiten mit ihren Blättern
  • Schneller Roster-Import – Mitarbeiterstamm per CSV, je Planversion
  • Szenarien- und Freeze-Konsistenz – Eigenleistung reagiert auf Szenarien und respektiert eingefrorene Pläne wie jede andere Planposition

Ihre eigenen Mitarbeiter verdienen eine ebenso genaue Planung wie externe Aufwände. Mit QuantaPlan bekommen Sie sie.

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